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Vorbereitungen

Wie fange ich meinem Blog an?

Der etwas andere Blog

Was für ein Blog denn nun? Ein Reiseblog oder doch ein Fotoblog? Es ist beides in einem – reisen und fotografieren. Ein Reisefotografieblog sozusagen. Aaah, das hört sich gut an! Man, ich bin ein Genie! Ich werde die Weltherrschaft…

Ja, ja, ist ja gut, ich bin kein Genie. Ist ja nicht so, dass es bereits tausende Reise- und Fotografieblogger gibt. Nein, unter ihnen sind welche, die mir bereits Äonen voraus sind. Ooookaaay, es wird wohl nichts mit einem weltumspannenden Reisefotografie-Blogger-Imperium. Hätte ja klappen können. Dennoch wage ich den Schritt, weil dieser Wunsch bereits seit einiger Zeit in mir brodelt.

Meine Güte, was habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich diesen Blog starten soll oder nicht. Welchen Namen soll ich überhaupt für meinen Blog benutzen? Meinen eigenen? Einen Fantasienamen? Einen Slogan? Was soll der Name des Blogs überhaupt aussagen?

ToggerBlogger – eine Mischung aus Fotografie- und Reiseblog.

Die Namensfindung ist schnell aufgeklärt – Ein Fotograf wird in einigen im Englischen auch “Togger” genannt (Hast Du noch nie gehört? Keine Sorge, ich bis vor kurzem auch nicht). Tja, und Blogger…, äääh ja. Daraufhin habe ich meine höchst kreative und poetische Ader in Gang gesetzt und beide Worte miteinander verbunden und siehe da, tataaaa, “ToggerBlogger”. Okay, ich gebe zu, nicht sehr kreativ, aber jetzt is es halt so. That´s it!

So, der Name war nun geboren, die Entscheidung stand fest und weiter? Ja! Weiter! Genau, da war doch noch etwas. Ärmel hochgekrempelt und gib ihm. Aber halt, moment mal. Werde ich durch diesen Blog zu gläsern oder angreifbar? Kann ich Artikel liefern, die andere Menschen interessieren oder begeistern? Was kann ich machen, damit mein Blog erfolgreich wird? Ach, die Liste ist unendlich lang. Also beschloss ich erst einmal, mich noch weitaus mehr mit dem Thema Blog auseinanderzusetzen und die erfolgreichsten Blogger in Deutschland näher unter die Lupe zu nehmen. “Alter Falter”, die Messlatte ist schon gewaltig hoch.

Lesen bis Dir der Kopf raucht

Ich habe echt keine Ahnung, wieviele neue Blogs ich entdeckt habe. Bei manchen habe ich keine Sekunde verbracht, aber andere haben meine volle Aufmerksamkeit erhalten. Dennoch mussten einige “Bettlektüren” auf meinen Kindle, damit ich bestens gewappnet war. Lesen, lesen, und nochmal lesen lautete die Devise. Dabei wurden mir die Themen SEO, Google Ranking, Back-Links, Schwerpunkte, Aufbau eines Blogs, Strukturierung eines Artikels, Gewerbeanmeldung, steuerliche Themen, Anfänger-Fehler vermeiden uvm. näher gebracht. Danach stiegen aus meinem alten Kopf aber gewaltige Rauchschwaden. Das soll ich also alles machen und beachten, wenn ich erfolgreich bloggen will? Na dann Halleluja.

Bei dieser Gelegenheit muss ich vielen Bloggern meinen herzlichen Dank aussprechen, dass sie so offen und ehrlich über ihre persönlichen Erfahrungen berichten und sicher nicht nur mir dadurch eine große Hilfe waren. Die größte Hilfe mit allerlei Tipps, Tricks und sehr wichtigen Informationen erhielt ich durch Blogprojekt von Peer Wandiger. Seines Zeichens auch der Betreiber von Selbständig im Netz. Viele Tipps sind von unschätzbarem Wert und für kein Geld der Welt zu kaufen. Angefangen vom Aufbau des eigenen Blogs bis hin zu Optimierungsmöglichkeiten und SEO Einbidung, konnte ich die Fülle an Informationen kaum verarbeiten. Das wird sicher noch andauern, da ich erst am Anfang meines Blogs bin.

Gibt es überhaupt einen Bedarf oder mache ich mir nur etwas vor? Also stellte ich mir die Frage, was mein Blog überhaupt beinhalten soll. Ich will einen Blog, der die Themen Reisen und Fotografie beinhaltet. Aber nicht unbedingt in der Art “die 6 besten Kameras für deine Reise”, “8 Tipps für deine Asien Reise”, “meine persönliche Bucking-List” etc. Nein, ich will meine eigenen Erfahrungen mit euch teilen. Nicht alle werden mit mir einer Meinung sein, nicht alle werden meine Einschätzungen teilen, aber so ist es nunmal. Ich kann es nicht jedem recht machen. Nimm es oder lass es sein. “Jips für umsonst”, wie manch Berliner sagt.

Ackern, ackern und nochmal ackern

Was mir jetzt schon klar geworden ist – Bloggen ist kein Zuckerschlecken, sondern sehr viel Arbeit. Womöglich mehr als man zuvor gearbeitet hat. Bereits jetzt wird mir sehr deutlich, dass es nicht einfach ist, einen Artikel mit tausenden Wörtern zu verfassen Manche Blogger raten sogar dazu, nicht unter 2000 Wörtern pro Artikel zu bleiben, aber ganz ruhig – langsam mahlen die Mühlen – vor allem so eine alte Mühle wie ich. Sollte ich ernsthaft 3-4 Artikel in der Woche veröffentlichen? Das werde und will ich gar nicht schaffen. Entweder es passt oder es passt nicht. Ich werde dennoch versuchen, mindestens einen Artikel pro Woche zu veröffentlichen. Das ist auch ein Ansporn für mich, um am Ball zu bleiben.

Mir ist bewusst, dass jeder Fleck der Erde bereits von einem oder mehreren Bloggern bereist und bis zum Erbechen in diversen Artikeln erörtert wurde. Das ist auch schön so, nimmt es mir doch ein wenig Arbeit ab. Dennoch hat jeder seinen eigenen Stil, seine eigene Sicht der Dinge und seine eigenen Vorlieben. Ich habe echt keinen Bock, nur über die Sonnenseiten eines Landes oder einer Reise zu berichten. Es gibt sie auch, die dreckigen und unschönen Seiten des Lebens und es ist (für mich) wichtig, auch diese zu erwähnen bzw. fotografisch fest zu halten – sofern ich dabei nicht über den Haufen geschossen oder umgefahren werde.

Es gibt viele Länder über die ich bereisen und über die ich  berichten möchte. Natürlich soll die Fotografie dabei nicht zu kurz kommen. Schließlich war das ja einer meiner Beweggründe, mit all dem hier anzufangen.

“Okay, verstanden – viel Arbeit und viel Gehirnschmalz- aber was macht diesen Blog anders?”

Tja, gute Frage. Die, die ich gefragt habe sagten, es ist meine Art, mein Schreibstil, meine Unvoreingenommenheit (was für ein Wort), meine Erfahrung und Individualität – also nur meine Persönlichkeit. Alles andere wurde zig Mal behandelt – insofern erfinde ich das Rad nicht unbedingt neu. Aber nur weil es andere machen heisst es ja nicht, dass es keinen Platz für mich gibt.

Vielleicht geht es manchen von Euch genauso wie mir – Mitte vierzig, Single, der Wunsch nach Neuem, ausbrechen aus der Komfortzone, hinein ins Abenteuer, ins Ungewisse und dadurch das Leben neu erleben und genießen. Ich schreibe über meine Gefühle und Gedanken, über die Dinge, die mich bewegen und aufwühlen, ohne dabei auf Trends zu achten. Na klar, ich kann Fotos und Videos zeigen, wo alles nur nach “Friede-Freude-Eierkuchen” aussieht – ich kann es aber auch sein lassen.

Der Spruch “Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt”, ist ein weiterer Grund, warum ich mir und Euch diesen Blog antue. Und wer weiß, vielleicht lernen wir uns irgendwo auf dieser Welt kennen und gehen ein Stück dieses Weges gemeinsam.

Somit komme ich wieder zum Anfang zurück – ich fange an, indem ihr mich zunächst besser kennen lernt. Ihr sollst wissen, mit wem ihr es zu tun habt, wer euch etwas vom Glück auf Reisen, Abenteuern und Entdeckungen berichtet. Es kann durchaus sein, dass ich nicht der bin, den ihr als Blogger sucht, dass euch mein Schreibstil oder meine Reisen nicht gefallen. Vielleicht bin ich nicht “hip” genug oder zu alt – was soll´s, ich mache es trotzdem. Aber das werdet ihr schnell bemerken, ob ich zu euch passe oder nicht.

Mache ich es richtig? Ich weiß es nicht, aber ich mache es einfach.

In diesem Sinne, lasst euch nicht aufhalten.

Herzliche Grüße

Baris

 

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