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Welches Dateiformat – RAW oder Jpeg?

Neben der Ausrüstung ist das Thema welches Dateiformat man wählen soll sehr wichtig. RAW oder Jpeg (.jpg). Dazu gibt es viele verschiedene Aussagen.

RAW oder Jpeg? Keine Gewissensfrage, sondern eine Frage der Nutzung.

Immer wieder werde ich gefragt, in welchem Format man denn nun fotografieren soll. Die Antwort ist nicht so einfach – es kommt nämlich darauf an, was später mit Deinem Foto passieren soll. Meine Kameras bieten mir die Möglichkeit in RAW und Jpeg gleichzeitig zu fotografieren. Sogar die neusten Smartphones bieten Dir diese Auswahl. Demenstprechend groß sollte Deine SD-Karte sein, da zwei Dateiformate mehr Speicher belegen. Eine Fuji RAW Datei hat zwischen 20 und 30 MB. Übrigens empfehle ich Dir für Deine Kamera eine Speicherkarte mit maximal 16 oder 32 GB, aber davon gleich mehrere. Warum? Wenn Du nur eine Speicherkarte auf Deiner Reise dabei hast und auf ihr alle Fotos speicherst ist das zwar nett und es könnte nichts passieren, aber wenn die Speicherkarte urplötzlich den Geist aufgibt, dann hast Du nichts mehr von diesen tollen Fotos. Die sind nämlich weg. Wenn Du jedoch 3-4 Speicherkarten in Deiner Fototasche hast und diese alle 3-4 Tage austauschst oder auf eine externe Festplatte kopierst, dann hast Du eine gewisse Sicherheit. Falls dann doch eine Speicherkarte das Zetliche segnet, hast Du wenigstens die anderen Fotos gerettet.

Aber zurück zum Thema. Die Möglichkeit, meine Bilder im Nachhinein in Adobe Lightroom zu bearbeiten möchte ich mir offen halten und das geht am besten mit Fotos im RAW Format. In Adobe Lightroom habe ich die Möglichkeit, das “Rohbild” fast komplett neu zu gestalten. Sei es die Helligkeit, den Kontrast, die Höhen und Tiefen und vieles mehr. Danach auch noch einige der unzähligen “Filter-Vorgaben” auf mein Foto “klatschen und gut ist. Sicher, einiges davon geht auch mit einem Jpeg Foto, aber bei weitem nicht so gut wie mit einer RAW Datei. Von daher stellt sich für mich nicht die Frage, welches Dateiformat ich benutze. Jedoch für jemanden, der die Fotos nicht nachbearbeiten will, diese auf dem Tablet oder PC anschauen und nur selten welche ausdrucken lässt, dem empfehle ich in jedem Fall die Fotos in Jpeg zu machen. Die sind dann meistens “fertig” und man benötigt keine zeitaufwändige Nachbearbeitung. Je nach Kameramodell, sind hochwertige Ausdrucke bis zum Format DIN-A1 möglich.

Bildbearbeitung – auf dem Smartphone oder Tablet?

Wie bereits erwähnt, bearbeite ich ausgesuchte Fotos meistens noch in Adobe Lightroom, um ihnen den “gewissen Kick” zu geben. In manchen Fällen retuschiere ich auch noch weiter in Adobe Photoshop, wenn ich z.B. im Nachinein eine Unstimmigkeit in dem Foto entdecke. Diese Prozedur wende ich jedoch nur dann an, wenn die jeweiligen Fotos ausgdruckt werden sollen. Manche meiner Kunden wünschen sich ausgdruckte Fotos im Format 120 x 180 cm. Dann muss ich richtig ran.

Für meine Social Media Kanäle wie Instagram, Facebook, Pinterest nutze ich meistens jedoch mein Smartphone oder mein Tablet zur Bearbeitung und bearbeite Fotos in mehreren Etappen. Einige Korrekturen nehme ich zunächst in der Lightroom App (Android und iOS) vor, um dem Foto mit Snapseed (Android und iOS) den letzten Schliff zu geben. Diese Vorgehensweise hat sich bei meiner Art der Arbeit bewährt.

Hier sind einige Fotos von meiner Reise nach Malta, die ich im Jpeg Format nur auf dem Tablet bearbeitet habe. RAW Dateien werden leider bisher nicht vom Smartphone oder Tablet erkannt.

Sobald das Foto auf meinem Smartphone oder Tablet ist, nehme ich kleinere Korrekturen vor. Dazu begradige ich als erstes das Foto, wenn es nötig sein sollte. Dann schaue ich mir den Ausschnitt an und schneide (Fotografen sagen meistens “croppen” dazu) das Foto in die gewünschte Größe. Je nach Bedarf passe ich erst danach den Kontrast, die Höhen und Tiefen, sowie die Spitzlichter an (damit helle Stellen nicht zu hell bleiben), ändere ggf. die Sättigung und setze dann meine eigenen Filter drauf. Wenn alles meinen Wünschen entspricht, speichere ich das Foto ab. Du wirst nach einer gewissen Zeit Deine eigene Vorgehensweise haben. Hierbei gibt es kein richtig oder falsch. Jeder macht es so, wie es passt.

Du siehst, auch mit Apps auf dem Smartphone oder Tablet lassen sich sehr schöne Fotos zaubern. Wenn Du hierzu weitere Informationen benötigst, schreibe mir eine Nachricht.

Lightroom kann noch mehr

Und hier nochmal zwei der oberen Fotos in RAW (unbearbeitet) und RAW (entwickelt) , damit Du den Unterschied erkennst.

Bei der RAW Entwicklung kommt es überwiegend auf den eigenen Geschmack an. Manche mögen es knallig bunt, manche eher dezent und entsättigt. Das kommt immer auch auf das jeweilige Foto an. Hierbei empfehle ich, ein wenig zu experimentieren. Aber achte darauf, dass Du nicht zu viel “reinklatschst”. Für Lightroom gibt es unzählige Presets, die Du runterladen kannst. Bald werde ich Dir einige meiner Presets zur Verfügung stellen.

Ich hoffe, dass diese kleinen Tipps nützlich für Dich sind. Solltest Du noch mehr wissen wollen oder Fragen zur Fotografie haben, hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar, wenn Du die Zeit dafür findest. Denn nur mit Euch kann ich besser werden und die Inhalte bieten, die Ihr lesen wollt.

In diesem Sinne, lasst Euch nicht aufhalten und allzeit gut Licht (sagt man unter Fotografen).

Herzliche Grüße

Baris

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